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Massa - abgerechnet wird am Schluss PDF Drucken E-Mail
Freitag, 13. Juni 2008
 

Views : 330    


Ferrari hatte beim Grand Prix von Kanada einen schweren Stand. Nicht nur das die Konkurenz teilweise schneller unterwegs war wie die Scuderia - auch der Crash zwischen Hamilton und Räikkönen in Boxengasse, brachte den amtierenden Weltmeister um wertvolle Punkte.

Auch der zweite Ferrari Pilot Felipe Massa konnte als Fünfter über der Ziellinie nur wenige WM-Punkte aus Montreal mitnehmen. Trotzdem zog er eine im Ganzen positive Bilanz des Rennens.

"Ich bin momentan wieder zuhause in Sao Paolo, denn ich muss diese Woche nicht an den Testfahrten teilnehmen", schrieb er auf seiner Webseite. "Wie man sich sicherlich vorstellen kann, war das Wochenende in Montréal eher frustrierend. Aber auch die wenigen Punkte für den fünften Platz könnten sich noch als sehr wertvoll erweisen, wenn man für die Endabrechnung alles zusammenrechnet und die Meisterschaft in meine Heimatstadt kommt."

"Das Wochenende hat eigentlich gut begonnen und wir sahen am stark aus am Freitag, auch wenn die McLaren-Mercedes schneller waren. Das lag wohl daran, dass wir mehr Sprit an Bord hatten, aber unsere Form schien gut zu sein. Am Samstagmorgen hatte sich die Situation nicht geändert, allerdings waren dann die Streckenbedingungen für das Qualifying komplett anders und ich war sehr überrascht davon, dass ich vor allem in Kurve zehn über eine Sekunde verloren habe. Das hat auch Kimi und einige andere Fahrer betroffen."

"Nach dem Qualifying habe ich mir im Fernsehen die Linie der anderen Piloten in dieser Kurve angeschaut, beispielsweise jene von Lewis, welche sich von unserer nicht unterschied". "Es war schon sehr seltsam, warum das passiert ist und warum wir so unter der aufgebrochenen Oberfläche litten. Am Sonntag war die Strecke nicht gerade in großartigen Bedingungen, aber immerhin besser als tags zuvor, als es noch eine Katastrophe für uns war."

"Im Rennen waren wir dann wieder wettbewerbsfähig. Leider wurde mein Rennen durch ein Dichtungsproblem an der Tankanlage ruiniert, als wir alle während der Safety-Car-Phase zum Boxenstopp abbogen. Das hat für Kimi gut geklappt, aber in meinem Fall floss überhaupt kein Benzin in den Wagen. Irgendwie war es wohl schon Glück, dass das während der Safety-Car-Phase passiert ist, denn das hat ja bedeutet, dass ich eher zum Tanken kommen musste, als geplant war."

"Hätte sich der Tankvorfall unter normalen Umständen ereignet, dann wäre mir wohl der Sprit ausgegangen und ich hätte das Auto auf der Strecke abstellen müssen", sagte der Ferrari-Pilot weiter. "Für das restliche Rennen war ich mit meiner und der Leistung des Autos sehr zufrieden und eigentlich war nur der Boxenstopp ein kleines Manko, denn wir haben einige mögliche WM-Punkte verloren."

"Aber meine Pace im Rennen war gut und ich hatte viel Spaß beim Überholen einiger Autos. Das beste Manöver davon war wohl, als ich Rubens (Rubens Barrichello; Anm. d. Red.) und Heikki (Heikki Kovalainen; Anm. d. Red.) in der Haarnadel auf einen Schlag überholt habe. Ich lag etwas hinter ihnen zurück und habe dann gesehen, dass Heiki versuchte, an Rubens vorbeizugehen."

"Ich wusste darüber Bescheid, dass es in dieser Kurve neben der Ideallinie sehr schmutzig war und als ich sie so nebeneinander in die Kurve einbiegen sah, da dachte ich mir schon, dass einer möglicherweise auf die dreckige Seite kommen könnte und mir eine Chance bieten würde. Sie haben dann noch immer miteinander gekämpft und ich habe dann die bessere Innenlinie gewählt und beide geschnappt und Heikki etwas mehr von der Idealline gedrückt, sodass ich die bessere Beschleunigung am Kurvenausgang hatte."

"Das war's auch schon - zwei Fliegen mit einer Klappe. Auch wenn der kanadische Grand Prix für Ferrari nicht das gelbe vom Ei war, für die Meisterschaft war das Rennen sicherlich eine Bereicherung, denn an der Tabellenspitze geht es sehr eng zu. Das wird die kommenden Rennen noch zusätzlich aufregender machen."

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Schlüsselworte : Massa, Ferrari, Kanada, Montreal


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