F1 Lexikon | |
![]() Wir liefern Ihnen in diesem Lexikon Erklärungen zu den Fachbegriffen aus der Formel 1 und dem Motorsport | |
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| Begriff | Definition |
| Abtrieb | Abtrieb bezeichnet die Kraft, mit der die Boliden mit Hilfe von aerodynamischen Hilfsmitteln wie Flügel und Spoiler fester auf die Strecke gepresst werden. |
| Aerodynamik | Allgemein verwendete Bezeichnung für die Lehre der Bewegung der Luft. |
| Airbox | Durch die an der Vorderseite der Motorabdeckung über dem Kopf des Fahrers befindliche Airbox wird der Motor mit Luft gekühlt und dadurch die Leistung erhöht. |
| AJ Watson | 500 Meilen von Indianapolis 1950 |
| Aktive Aufhängung | Ein von Williams anno 1992 eingeführtes System, welches die Fahrhöhe der Boliden kontrollierte und per Computer an jede Strecke anpassbar war. Die aktive Radaufhängung wurde Ende 1993 verboten. |
| Anpressdruck | Unter Anpressdruck versteht man die Kraft, die den Wagen auf die Strecke drückt. |
| Aufwärmrunde | Auch als Einführungsrunde bekannt. Sie stellt die erste Runde vor dem eigentlichen Start dar. |
| Autoklave | Die noch weichen Kohlefaserteile eines F1-Boliden werden in einem Autoklaven, wie in einem "Backofen", bei hohem Druck sowie hoher Temperatur widerstandsfähiger gemacht. |
| Balance | Ein perfekt ausbalancierter Bolide neigt weder zum Über- noch zum Untersteuern und lässt sich dementsprechend viel einfacher und auch schneller auf der Strecke bewegen. |
| Ballast | Da die meisten F1-Boliden unter dem Mindestgewicht von 600kg konstruiert werden, müssen die Teams entsprechenden Ballast im Wagen unterbringen, um diese Marke nicht zu unterschreiten und damit eine Disqualifikation zu riskieren. Die Ballastteile werden dabei an strategisch wichtigen Punkten im Boliden platziert, um die Balance des Autos zu verbessern. |
| Barge Board | Das im Bereich der Vorderradaufhängung installierte Barge-Board leitet den Luftstrom sauber am Chassis vorbei und kanalisiert diesen dabei in die seitlichen Kühleinlässe des Boliden. |
| Batlets | Kleine Miniflügel, die am Ende der Seitenkästen für einen besseren Luftstrom um die Hinterreifen herum sorgen und damit mehr Abtrieb generieren sollen. |
| Black Box | Die Black Box, auch ECU (electronic control unit), zeichnet wie bei einem Flugzeug auch wichtige Daten zur späteren Auswertung auf und steuert die wichtigsten elektronischen Systeme des Boliden. |
| Blistering | Bezeichnung für die Blasenbildung auf den Rennpneus. |
| Box | Internationale Bezeichnung für die "Werkstatt" neben einer Rennstrecke. Hier werden die Wagen abgestellt, gewartet, repariert und ausgewertet. |
| Boxengasse | Beschreibt den direkt vor den Boxen liegende Fahrbahnteil. Diese "Gasse" ist nur den Teams und ihrem Personal zugänglich und dient als Zufahrt zu den jeweiligen Boxen. Hier gelten Höchstgeschwindigkeiten, die je nach Rennstrecke zwischen 60 und 80 km/h liegen. Ein Überschreiten dieses Limits wird mit Geld- und Zeitstrafen geahndet |
| Boxenstopp | Das Anhalten eines Boliden während des Rennens an der Box, um Reifen zu wechseln, nachzutanken und eventuell technische Probleme - soweit möglich - zu beheben. Boxenstopps spielen auch in der Rennstrategie eine maßgebliche Rolle. |
| Bremsbalance | Verteilung der Bremskraft eines F1-Autos. Die Bremsbalance lässt sich dabei auch während der Fahrt aus dem Cockpit heraus verstellen, um sie veränderten Bedingungen anzupassen. |
| CAD | CAD ist ein in der Automobilindustrie weit verbreiteter Computer unterstützter Design-Prozess. |
| Chassis | Aus dem Französischen stammender Begriff, der heute international für das Fahrwerk oder Fahrgestell benutzt wird. |
| Cockpit | Der eigentliche Arbeitsplatz eines Fahrers. |
| Concorde Agreement | Die FIA, die FOA sowie die F1-Teams haben in diesem - momentan noch bis Ende 2007 gültigen - Abkommen in einer Art Verfassung alle wichtigen Aspekte der Organisation des Sports - wie etwa die streng geheime Aufteilung der TV-Gelder oder Punktprämien - geregelt. |
| Crashtest | Neue Boliden müssen aus Sicherheitsgründen dem FIA-Reglement entsprechend mehrere verschiedene Crashtests überstehen, um überhaupt zugelassen zu werden. |
| Curbs | Die in den meisten Fällen rot-weiß oder weiß-blau lackierten Randsteine, welche die Strecke von den umliegenden Kiesbetten, Rasenflächen oder Asphaltzonen abgrenzen. |
| Design | Aus dem Englischen stammender Begriff für Formgebung. Unter Design versteht man im Motorsport die optische Konstruktion der Boliden. |
| Differential | Das Differential bezeichnet ein Getriebe welches die unterschiedlichen Radumdrehungen in Kurven ausgleicht. Das äußere Rad muss in einer Kurve stets einen weiteren Weg zurücklegen als das kurveninnere Rad und muss sich deshalb schneller drehen. Eine Differential-Sperre sichert den Vortrieb, falls nur ein Rad Haftung hat, indem es das Ausgleichsgetriebe sperrt. |
| Diffusor | Der Diffusor ist der hintere Teil des Fahrzeugunterbodens, welcher einen großen Einfluss auf die Bodenhaftung ausübt. |
| Downforce | Downforce oder Abtrieb. Damit wird jene Kraft bezeichnet, welche mit Hilfe von Flügeln und ähnlichen aerodynamischen Hilfsmitteln den Boliden auf die Strecke presst und damit einen umgekehrten Effekt zum Flugzeug generiert. |
| Drehmoment | Während die PS-Zahl eines Fahrzeuges bestimmend für dessen Endgeschwindigkeit ist, so ist das Drehmoment eine für die Beschleunigung des Fahrzeuges charakteristische Größe. Ist dieses Drehmoment groß, so kann pro Reifenumdrehung mehr Kraft auf die Strasse übertragen werden. Den Reifen kann man sich hier analog zu einer Wippe (bekannt aus dem Physikunterricht) mit einem Drehpunkt in der Mitte und einem Kraftangriffspunkt an der Oberfläche vorstellen. Zu beachten ist noch, dass das Drehmoment, welches der Motor eines Fahrzeuges liefert, nicht konstant ist, sondern bei zu hoher oder zu geringer Drehzahl abnimmt. Jeder Motor hat einen Drehzahlbereich, in dem er sein optimales Drehmoment hat - bei einem Formel 1 Motor ist das etwa bei 15000-16000 U/Min. Bei einem Serienmotor mit einer Liter-Leistung von 60 bis 65 PS erreichen wir rund 100 Nm pro Liter Hubraum. Beim F1-Motor liegt die Liter-Leistung oberhalb von 250 bis 280 PS, aber das Drehmoment nur bei 110 bis 130 Nm pro Liter Hubraum, bei einem 3-Liter-F1-Motor also bei 330 bis 390 Newtonmetern. |
| Drehstabilisatoren | Teil der Vorderradaufhängung, der für minimale Chassisbewegungen und best möglichen Grip sorgen soll. |
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