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Mercedes-Sportchef Norbert Haug ist nach der Qualifikation zum GP von China voll des Lobes und spricht von einer Jahrhundertrunde Hamiltons.
Frage: "Herr Haug, Lewis Hamilton hat es sehr spannend gemacht. Haben Sie während des Qualifyings gelitten oder war es die reine Freude?"
Norbert Haug: "Wir haben es schon ein bisschen spannend gemacht, muss ich sagen! Man weiß nie, wie gut man wirklich ist. Ferrari hat sehr gut attackiert. Wir sind mal mit dem Option-Reifen gefahren - nicht weil wir übermütig sind, sondern weil wir eben Reifen sparen. Dann hatten wir im ersten Versuch einen kleinen Quersteher, der sechs, sieben Zehntel gekostet hat."
Hamilton mit Jahrhundertrunde
"Das war nicht so toll, aber danach hat Lewis die Jahrhundertrunde überhaupt gefahren, denn da ist ein ganz schöner Abstand - drei Zehntel sind eine Welt, das ist fast so viel wie zehn Kilo Gewicht! Zu Massa sind es sogar sechs Zehntel, also sehr deutlich. Ich glaube nicht, dass Massa sechs Runden länger fahren wird als wir".
"Wenn wir das vorher wüssten, würden wir das natürlich an Sprit mitnehmen, aber ich denke, dass das eine gute Demonstration war und die beste Antwort auf das, was die ganze Woche gelaufen ist. Lewis hat gezeigt, dass er sich nicht aus der Ruhe bringen lässt."
Anfeindungen lassen Hamilton kalt
"Manche Geschichten um Lewis waren ziemlich durcheinander. Zu mir sind Leute gekommen, um sich zu entschuldigen, die behauptet haben, sie hätten das alles nie gesagt. Das finde ich komisch, denn ich werde selten wiedergegeben mit Dingen, die ich nicht gesagt habe. Aber wenn man das braucht, dann soll man es machen. Lewis hat bisher die Antwort auf der Strecke gegeben. Hoffentlich kann er das morgen auch schaffen."
"Es sind ja noch zwei Grands Prix vor uns. Wenn der schlimmste Fall eintritt und wir mit fünf Punkten minus abreisen, dann haben wir in Brasilien immer noch eine Chance. Aber das ist natürlich nicht unser Plan. Unser Plan ist, es besser zu machen. Schade, dass Heikki seine Form nicht ganz bis zum Ende durchhalten konnte, aber auch vom fünften Platz kann man durchaus was bewegen. Ihm fehlt ganz wenig, 41 Tausendstel - die Zeit von Massa wäre leicht zu schlagen gewesen, da bin ich ganz sicher. Massa fehlt nach vorne viel mehr und nach hinten viel weniger."
Massa mit geschenkten Siegen
"Massa hat den Sieg in Spa geschenkt gekriegt, das sage ich nach wie vor - nur damit klar ist, wer dort wirklich gewonnen hat. Und die Geschichte mit Bourdais in Fuji war auch ein Geschenk, glaube ich. Wenn man das zusammenzählt, dann sind das sieben Punkte. Wir wollen die richtige Antwort auf der Strecke geben. Das ist nicht leicht, aber ich denke, das muss man ein bisschen im Hinterkopf bewahren, welcher Druck da auf das Team und auf Lewis kommt. Ich denke, dem hat er sich bisher ganz gut gestellt. Darüber sind wir froh und darauf sind wir stolz."
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