Die älteste ganzjährig bestehende Rennstrecke Europas, die noch immer in Verwendung ist, Monza wurde bereits 1922 vom Mailändischen Automobilklub in nur 100 Tagen erbaut.
Ursprünglich bestand die Strecke aus einer Straßen-Runde und einer Ovale mit Kurvenneigung, die bis in die 60er Jahre für große Rennen miteinander verbunden wurden. Heute wird nur noch der Straßenteil benützt; die imposanten, überhöhten Kurven bestehen zwar immer noch, aber Pläne für die Abtragung dieser historischen Bauten liegen schon vor.
Die Kulisse dieser Rennstrecke bildet ein ehemaliges Erholungsgebiet des Königs am Stadtrand von Mailand. Die heutige Strecke gehört zu den schnellsten Europas.
Eine Reihe langer, schnurgerader und vollkommen flacher Abschnitte und langer Hochgeschwindigkeitskurven, die nur durch die unvermeidlichen Schikanen voneinander getrennt sind.
Mit einem Durchschnitt von über 250 km/h im Qualifying ist das 'Autodromo Nazionale Monza' die schnellste Formel-1-Rennstrecke der Saison.
Die Strecke hat in den Jahren seit 1992 bis heute viele Veränderungen an der Streckenführung erfahren. Bereits 1935 wurden die heute drei bekannten Schikanen Prima Varianta, Varianta della Roggia und Varianta Ascari in Form von Reifenstapeln aufgestellt, um das Tempo der Rennwagen zu drosseln. Jedoch wurden diese dann erst wieder in den 1970er Jahren verwendet.
Aufgrund der hohen Durchschnitts-Geschwindigkeiten galt Monza immer als sehr gefährlich, nicht zuletzt durch Windschatten-Duelle auf den einst überhöhten Kurven, bei denen sich die Wagen sehr nahe kommen.
Im Jahre 1961 verunglückte der deutsche Ferrari-Pilot und WM-Führende Wolfgang Graf Berghe von Trips tödlich (sein Wagen tötete dabei 13 Zuschauer), ebenso wie die späteren Weltmeister Rupert Hollaus (1954, 125 ccm-Klasse) und Jochen Rindt (1970, Formel 1).Eine weitere Besonderheit ist, dass Monza zwei Mitte der 1950er-Jahre erbaute Steilkurven hat, die von der Formel 1 zuletzt 1961 befahren wurden.
Der Gesamtkurs aus einer Kombination von Oval und Straßenkurs ist 10 km lang und hat die Besonderheit, dass auf der Start-Ziel-Geraden die Wagen parallel nebeneinander herfahren. Leider befinden sich diese Steilkurven heute im Verfall. Der 5,793 Kilometer lange Kurs beansprucht wegen der Verzögerungsmanöver vor allem die Bremsen, aber auch die Reifen, die besonders in den schnellen Kurven wie der 'Curva Grande' und der 'Parabolica' stark belastet werden.
Die ebene Fahrbahn ermöglicht das fahren mit geringer Bodenfreiheit, was in den Kurven zu besserer Bodenhaftung führt und die schon flach eingestellten Flügel noch flacher werden lässt.
69 Prozent der Streckenlänge geben die Piloten Vollgas und sorgen dafür, dass der Benzinverbrauch dementsprechend hoch ist und die Motoren bis an ihre Belastungsgrenze getrieben werden.