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GP Kanada - Lob und Spott PDF Drucken E-Mail
Montag, 09. Juni 2008
 

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Hamilton ebnete mit seinem Fehler dem Team von BMW-Sauber den endgültigen Einstieg in den WM-Kampf. "Ich hoffe, dass mich das Team hundertprozentig unterstützen wird, damit wir diese Führung bis zum Ende behalten können", erklärte Kubica und gab damit endgültig die Devise WM-Titel aus: "Wenn du nach sieben Rennen die WM anführst, dann hast du ein Auto, mit dem du gewinnen kannst. Wenn ein Team ein Topauto bauen kann, dann ist es ein Topteam. Das ist doch ganz klar."

Kubica erlebt ein Märchen. Ein Jahr nach dem großen Unfall erobert er das Podium", lobte selbst die "Gazzetta dello Sport" aus dem Ferrari-Mutterland. Und die italienische "Tuttosport" schrieb: "BMW ist sehr gewachsen, wer den Titel gewinnen will, muss auch das deutsche Team berücksichtigen." Mario Theissen freilich versucht, die Euphorie zu bremsen. An den WM-Titel denke er überhaupt nicht, so der Motorsportdirektor: "Ziel ist das nächste Rennen."

In den nächsten Wochen will sich BMW mit dem ganz oben angekommenen Kubica zusammensetzen, um den 2009 auslaufenden Vertrag vorzeitig zu verlängert. Das Gehalt des Polen dürfte dann verdoppelt werden, von fünf auf zehn Millionen Euro. Die Eile ist verständlich, angeblich soll auch schon Ferrari ein Auge auf Kubica geworfen haben, als Nachfolger für Weltmeister Kimi Räikkönen.

Nichts zu lachen hat derzeit Lewis Hamilton. Wie ein Fahrschüler war der 23-Jährige in Montreal ausgangs der Boxenstraße in den Ferrari von Räikkönen gerauscht, der vorschriftsmäßig an der roten Ampel angehalten hatte. Der "Iceman" bezeichnete Hamiltons Aktion glatt als "dumm" und selbst die "Sun" aus der Heimat spottete: "Dummer Junge Lew." Der junge Brite gab anschließend kleinlaut zu Protokoll: "Sorry, Kimi, es tut mir leid, ich entschuldige mich."

Auslöser für die Ampel-Posse war ausgerechnet Hamiltons Freund Adrian Sutil, der sein Auto neben der Strecke abstellen musste und so die Safety-Car-Phase auslöste. "Ich habe die Szene mit Lewis und Räikkönen gesehen. Da kann man nur den Kopf schütteln", meinte der Kumpel von Hamilton.

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Schlüsselworte : Kanada, Montreal


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