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Rubens Barrichello wird 2008 der Fahrer mit den meisten Grand-Prix-Starts sein und erinnert sich zurück an seine Zeit in der Formel 1
Rubens Barrichello gehört zu den dienstältesten Fahrern in der Formel 1. Das wird sich in der Saison 2008 auch in der Statistik Schwarz auf Weiß wiederspiegeln. Rubens Barrichello wird den bisherigen Rekord von Riccardo Patrese mit 256 Grand-Prix-Starts brechen. Sein Debüt gab Barrichello 1993 in Südafrika. Seitdem hat er viel erreicht: Der Brasilianer konnte Rennen gewinnen und erfüllte sich den Traum eines jeden Piloten, nämlich für Ferrari zu fahren.
Zum Auftakt seiner Jubiläumssaison erinnert sich Barrichello zurück an seine Anfangszeiten in der Königsklasse. 1994 sah es so aus, als sei seine junge Karriere schon wieder vorbei. Er verunglückte am schicksalsreichen GP -Wochenende in Imola im Training und zog sich ein Schädel-Hirn-Trauma, einen gebrochenen Arm, mehrere Rückenmarksquetschungen und Prellungen am Brustkorb sowie eine gebrochene Nase zu.
"Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wer an meinem Bett saß, als ich wieder zu mir kam - Ayrton Senna", wurde Barrichello von der Nachrichtenagentur 'AFP' zitiert. Es war das letzte Zusammentreffen mit seinem Idol und Mentor, denn zwei Tage später war Senna tot. "Senna war der größte Verlust in meinem Leben. Er war mein Vorbild, durch ihn hat mir das Rennfahren Freude gemacht."
Die erfolgreichste Zeit seiner Karriere hatte Barrichello bei Ferrari. Dort war er zwar, wie viele seiner Vorgänger, sechs Jahre lang der "Wasserträger" von Michael Schumacher, doch seine Entscheidung, als klare Nummer zwei zur Scuderia zu wechseln, bereut er bis heute nicht.
"Viele Leute haben gedacht, ich wäre verrückt, bei Schumachers Team einen Vertrag zu unterschreiben", erinnert er sich. "Aber ich hatte die Nase voll davon, mit Autos zu fahren, mit denen ich nicht mehr der siegreiche Rubens aus früheren Rennserien sein konnte. Ich habe mich nach dem Gefühl gesehnt, wieder ein Sieger zu sein. Durch den Vertrag bei Ferrari konnte ich das Vertrauen in mein eigenes Potenzial wieder zurückgewinnen."
Für Rubens Barrichello steht fest: Er fühle sich immer noch jung. Deshalb ist ein Ende seiner Karriere in der Formel 1 noch kein Thema für ihn: "Ich bin immer noch in das Auto verliebt, ich habe immer noch Schmetterlinge im Bauch, bevor ich mit einem neuen Auto fahre. Und so lange das so ist, habe ich keinen Grund, aufzuhören. Ich denke, ich habe mindestens noch ein paar Jahre vor mir."
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