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Die deutschen Autobauer BMW und Mercedes fordern in einer gemeinsamen Erklärung "eine Reaktion der relevanten Fia-Gremien" auf den Sex-Skandal um Fia-Chef Max Mosley. Die Inhalte des Videos seien "abstoßend". Auch das Toyota-Team äußert Bedenken, dass Mosley im Amt noch tragbar sei.
Die Formel-1-Hersteller BMW und Mercedes haben den Druck auf den Präsidenten des Internationalen Automobilverbandes, Max Mosley, erhöht. „Die Inhalte der Veröffentlichungen sind abstoßend“, heißt es in einem gemeinsamen Statement der beiden deutschen Autobauer zur Sexaffäre, die das britische Blatt „News of the World“ mit der Veröffentlichung eines fast fünfstündigen Videos über eine „Nazi-Orgie“ lostrat. „Wir distanzieren uns als Unternehmen ausdrücklich davon. Der Vorgang betrifft Max Mosley in Person und als Präsident der Fia, der weltweiten Dachorganisation der Automobilclubs. Die Tragweite geht damit über den Motorsport hinaus. Wir erwarten eine Reaktion der relevanten Fia-Gremien.“
Auch das Toyota-Team äußerte Bedenken, dass Mosley im Amt noch tragbar sei. Die Japaner stellen sich „gegen jede Haltung, die der Formel 1 schaden könnte, insbesondere jede Haltung, die rassistisch oder antisemitisch gemeint sein könnte“. Die Schlüsselfiguren des Sports müssten Vorbildfunktion haben, heißt es weiter. „Wenn alle Fakten bekannt sind, wird es an der Fia sein zu entscheiden, ob Mosley seinen moralischen Verpflichtungen nachgekommen ist.“
Honda drängt ebenfalls auf Konsequenzen. „Das Honda-Formel-1-Team ist extrem enttäuscht über die jüngsten Ereignisse um Herrn Mosley und wir sind besorgt, dass die Reputation der Formel 1 und all ihrer Teilnehmer geschädigt wird“, hieß es in einer Mitteilung. „Wir verlangen, dass die Fia dieses Thema sorgfältig in Betracht zieht und eine sofortige Entscheidung im besten Interesse der Formel 1 und des Motorsports fällt.“
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