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Die Formel 1 Saison 2008


Montag, 25. Februar 2008

Alles auf einen Blick



Ein neues Jahr, neue Piloten, neue Rennen, neue Regeln - was sich 2008 alles in der Formel 1 verändert.

Die wichtigste Veränderung:

Fernando Alonso wechselt nach einem Jahr voller Höhen und vieler Tiefen zurück zu seiner altem Team - Renault. Sein Nachfolger bei McLaren wird wieder der Fahrer, der ihn schon Anfang 2007 bei Renault beerbte: Heikki Kovalainen. Der Finne tritt zum zweiten Mal innerhalb eines Jahr in die Fußstapfen des Doppelchampions, diesmal an der Seite von Lewis Hamilton. Der neue Teamkollege von Alonso ist ein Rookie. Nelson Piquet jnr., Sohn von Ex-F1-Weltmeister Nelson Piquet und will sich in seinem ersten F1-Jahr beweisen. Apropo McLaren: Die Spionageaffäre, die die Saison 2007 überschattete, ist mit dem Segen der FIA zu den Akten gelegt worden, so das McLaren mit einer weissen Weste in die Saison 2008 starten kann.

Ferrari, BMW Sauber, Red Bull und Honda gehen mit der gleichen Fahrerpaarung in die neue Saison. Dafür kam es an der Boxenmauer zu einigen Veränderungen: bei Ferrari tritt Jean Todt noch weiter in den Hintergrund, Stefano Domenicali ist offiziell Nachfolger des Franzosen als Teamchef. Ebenfalls für diese Rolle gehandelt wurde Ross Brawn. Der findet sich 2008 bei Honda wieder. Dort übernimmt er die sportliche Leitung als Teamchef von Nick Fry, der sich mehr auf seine Aufgaben als CEO konzentrieren wird.

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Bei Williams und Toyota gibt es jeweils eine Veränderung:

Nico Rosberg erhält mit dem Toyota-Schützling Kazuki Nakajima einen neuen Teamkollegen, der schon beim Saisonfinale 2007 einen ersten Eindruck hinterließ. Bei Toyota ersetzt Timo Glock, Ralf Schumacher, der kein Cockpit für 2008 gefunden hat und trotz anderslautender Ankündigungen "pausieren" muss. Ein weiterer deutscher Pilot ist bei Toro Rosso unterwegs: Sebastian Vettel startet an der Seite seines neuen Teamkollegen Sebastien Bourdais. Der Franzose kommt aus der amerikanischen ChampCar Serie in die Formel 1 - mit der Empfehlung von vier Titeln in Serie. Die alljährliche Namensänderung des ehemaligen Jordan, Midland und Spyker Teams tauft das Team 2008 auf den Namen Force India F1 Teams. Der Teamkollege von Adrian Sutil steht noch nicht fest. Die Kandidatenliste ist lang: von Giancarlo Fisichella über Christian Klien bis Tonio Liuzzi. Auch bei Super Aguri sucht man noch nach einem zweiten Piloten. Rein sportlich betrachtet besitzt Anthony Davidson die besten Karten auf eine zweite Saison, doch womöglich entscheidet am Ende mal wieder die Mitgift der Sponsoren..

Neues gibt es auch bei den GP Strecken:

Gleich zwei neue Austragungsorte rücken in den Kalender, ebenso viele fallen heraus. Die Königsklasse kehrt im Juli zum Großen Preis von Deutschland auf den Hockenheimring zurück. Auch der Frankreich GP in Magny Cours findet sich wieder im Terminkalender. Dafür musste der GP von Indianapolis weichen - der Nordamerikaabstecher der Formel 1 beschränkt sich in dieser Saison auf den Kanada GP in Montreal.

Neu sind die Rennen in Valencia und Singapur:

Beide finden auf Straßenkursen statt, das Rennen in Singapur sogar Nachts unter Flutlicht. Diese Möglichkeit halten sich die Organisatoren des Australien GP in Melbourne ebenfalls noch offen. Größere Probleme gibt es in Valencia, wo auf einem neuen Stadtkurs im Hafengebiet der Europa GP steigen soll. Einige Umweltgruppen könnten dort zu Verzögerungen führen, wie sie zuletzt den GP Kurs in Spielberg lahm legten.

In Singapur sind die Bauarbeiten schon weit vorangeschritten. Die Strecke ist 5,067 km lang (davon sind 1,2 km komplett neue Straßen), weist 14 Links- und 10 Rechtskurven auf und wird im ersten Nachtrennen der F1-Geschichte 61 Mal umrundet. Die langsamste Kurve wird mit 80-100 km/h durchfahren, an der schnellsten Stelle erreichen die F1-Boliden Geschwindigkeiten über 300 km/h. Damit die 22 Piloten, 80.000 Zuschauer und Millionen TV-Zuseher nicht plötzlich im Dunkeln stehen, sorgen 12 Generatoren für genügend Strom. Sollte einer davon ausfallen, agieren die anderen automatisch als Back-Up.

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Am Motorenreglement ändert sich auf absehbare Zeit nichts mehr:

Die FIA hat 2007 beschlossen, die Motoren für weitere 10 Jahre einzufrieren. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, bei einstimmiger Entscheidung nach fünf Jahren Änderungen vorzunehmen. Ursprünglich sollte die Motoreneinfrierung nur für einige Jahre gelten, bevor 2010 oder 2011 ein neues Motorenreglement in Kraft treten sollte. Ebenfalls keine Änderung gibt es am Testreglement - die Testfahrten bleiben weiterhin stark beschränkt, allerdings wird darüber diskutiert, spezielle Testkilometer für Nachwuchspiloten freizugeben.

Die größte Änderung ist die Einführung einer Einheitselektronik:

Die auch ein Verbot der Traktionskontrolle ermöglicht. Dadurch sollen die Fahrer wieder mehr Kontrolle über ihre Autos erhalten, das Talent soll wieder in den Vordergrund rücken, mehr Fehler zu mehr Überholmanövern führen. Auch die Starts sollen durch den größeren Einfluss des Fahrers unberechenbarer werden. Noch bereitet die Einheits-ECU aus dem Hause MES den Teams einige Kopfschmerzen. Zu viele Anpassungsschwierigkeiten und technische Defekte überschatteten die Wintertests im November und Dezember. Die Piloten sind sich dennoch einig: "Dieses Jahr wird es interessanter."

Na dann "Keep Racing" !

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